Freitag, 14.08.2020


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Webers Kick & Fun Park (09.06.-09.07.06)
Interview mit der Tageszeitung "Der Bote" (01.07.06)
FEUCHT – 14 der 18 Übertragungstage im Feuchter WM-Dorf sind geschafft. Zeit für eine Bilanz der Organisatoren. Während manche Interessenten wie zum Beispiel in Lauf angesichts der vielen Fifa-Auflagen zum Public Viewing und den geforderten Sicherheitsvorkehrungen ihre Pläne gleich wieder aufgaben, beendete der Betreiber in Erlangen die so genannte "Südkurve", weil kaum Besucher kamen. In Feucht wird man auch die Halbfinalpartien sowie das Spiel um Platz 3 am Samstag und das Finale am Sonntag noch gut über die Bühne bekommen, ist Initiator Alexander Hommel, 1. Vorsitzender des Arbeitskreises Feuchter Gewerbe, überzeugt. Allerdings sind viele Helfer dafür erforderlich.

In Forchheim und Erlangen klagen die Organisatoren über zu wenige Besucher. Wie sind Sie in Feucht mit der Resonanz zufrieden?

Hommel: Der Besucheransturm bei den Deutschland-Spielen ist gigantisch. Ich wünsche mir jetzt natürlich, dass auch zu den letzten Spielen dieser WM unser "Webers Kick & Fun Park" ebenfalls gut gefüllt ist, der Eintritt ist kostenlos und auch Tischreservierungen, egal für wie viel Personen, können jederzeit bei Webers Cafethek bestellt werden. Ich kann nur jedem Feuchter sagen, wer noch nicht das WM Dorf gesehen hat, der hat in Feucht was verpasst!

Zu Beginn monierten Fans in "Webers Kick & Fun-Park" das Bild, weil die Sonne bei den Nachmittagsspielen auf die Großleinwand schien und das Spiel schlecht zu verfolgen war. Wie haben Sie das in den Griff bekommen?

Hommel: Zum Eröffnungswochenende gab es in der Tat Probleme mit der Bildqualität bei direkter Sonneneinstrahlung. Aber genau das spricht auch für uns als Team, dass wir sofort alles getan haben, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Durch einen veränderten und erweiterten Vorbau ist seit dem zweiten Übertragungswochenende die Bildqualität auch bei den 17 und 18 Uhr-Spielen erheblich verbessert worden.

Ein Sicherheitsdienst kontrollierte an den Eingängen alle Besucher. Gab es dennoch Probleme mit Randalierern oder Betrunkenen? Wie war die Zusammenarbeit mit der Polizei?

Hommel: Das Zusammenspiel der Polizei vor Ort und unserem Sicherheitsdienst funktioniert bestens. Sogar so gut, dass schon die Schwabacher Kripo Filmaufnahmen zur Vorführung als Musterbeispiel für bevorstehende Großveranstaltungen nutzt. Ich glaube, ein schöneres Lob für unsere Sicherheitsbemühungen gibt es nicht, dementsprechend gibt es bisher auch keine unangenehmen Vorfälle.

Die Musik und die Freudengesänge der Fans waren vor allem bei den Deutschland-Spielen im ganzen Zentrum zu hören. Haben sich viele Anwohner beschwert oder hat die Mehrheit Verständnis für die derzeitige Fußball-Euphorie gezeigt?

Hommel: Die Mehrheit hatte eindeutig Verständnis. Ich möchte auch hier nochmal bei allen Anwohner für den ab und zu entstehenden "Lärm" während der Veranstaltung um Verständnis bitten. Ich weiß, dass es mit Sicherheit nicht immer einfach ist, wenn wir vor deren Haustür unser WM Dorf aufleben lassen. Aber ich denke, wir haben uns wirklich bemüht, die Wünsche der Anwohner zu erfüllen. Es gibt auch Anwohner, die sehr oft als Gast kommen und die Atmosphäre genießen, weil es doch etwas anderes ist, als zuhause vorm Fernseher. Bei der Gelegenheit ein herzliches Danke an die Wirtsleute der Reichswaldstuben und an Hausmeister Sigi der Reichswaldhalle. Deren offene und unterstützende Art, war für uns ein absoluter Glückfall.

Kaum ein Besucher hat vom Auf- und Abbau etwas mitbekommen. Wie groß war der Aufwand für die Helfer? Schließlich wurde nach jedem Veranstaltungstag wieder aufgeräumt.

Hommel: Ein solches Projekt funktioniert nur wenn alle Rädchen ineinander greifen und die gegenseitige Abstimmung funktioniert. Man muss sich mal überlegen, was alles für Leistungen erbracht werden, neben den Investitionen für Leinwand, Beamer, Tontechnik, Werbung und sämtlichen Lizenzen und Gebühren wie z.B. Gema und Infront.
Aus Parkplätzen ohne Wasser und Strom wird ein kleines ausgestattetes Fußballdorf, d.h. Strom- und Wasserleitungen legen. Bühnenaufbau, Kinderland, die Verkaufsbuden der Gemeinde für die Gastronomie. Die Absperrungen zur Sicherheit, die Kühlung der Lebensmittel sowie sämtliche Vorkehrungen auf Wetterwechsel, um vor und während der Übertragung schnell reagieren zu können. Es müssen sämtliche Biergarnituren – insgesamt 120 - sowie die Übertragungstechnik und alle Sicherheitsabsperrungen komplett abgebaut und vier Stunden vor Start am nächsten Übertragungstag wieder aufgebaut werden. Ebenso wird das jeweilige Kinderlandangebot, die Hüpfburg der Sparkasse, die Riesenrutsche des Boten oder unser Fußballfeld genauso für jeden Spieltag auf- und abgebaut.
Bei dieser Gelegenheit: Danke an unsere Dauerhelfer Benny Becker, Claus Meier, Christian Kahl, Gernot Hofmann, Kalle Kuhn, Patrick Lang, Martin Cramer, Robin Ott, Thomas Opl und Michael Seidel - ihr seid klasse. Auch das Feuchter Rathaus, sowie der Bauhof haben uns bisher und hoffentlich bis zum Endspiel hervorragend unterstützt.


Wenn Sie im Vorfeld gewusst hätten, was da auf Sie zukommt, hätten Sie dann das WM-Dorf zusammen mit Marc Hildebrandt als Projektleiter auf die Beine gestellt?

Hommel: Die Frage kann ich so nicht beantworten, weil in der Entstehung doch viel mehr Personen als Hommel und Hildebrandt beteiligt sind. Das Feuchter WM Dorf hat eine Planung von über einem Jahr für im Verhältnis ein kurzes Event von gesamt 18 Tagen. Man darf eines niemals vergessen: Ohne das Wagnis von Peter Weber groß in dieses Projekt einzusteigen, würden wir in Feucht dieses Ereignis nicht haben. Dafür kann nur den Hut ziehen und Danke sagen.
Wenn man sich überlegt, dass Herr Weber alleine nur für diese 5 Wochen 120 Biergarnituren neu gekauft hat, das ist schon durchaus erwähnenswert und zeigt mit welchem Eifer die beteiligen Personen an diesem Unternehmen beteiligt sind. Dazu kommt die hervorragende Organisation der Familie Mezler, die das Catering übernommen haben. Ich selbst war positiv überrascht über das doch reichhaltige Angebot. Neben den obligatorischen Bratwurst- und Steakbrötchen haben wir verschiedene Fischsemmeln und Käsebrötchen, es gibt frische Brezeln, eine große Auswahl an alkoholischen und vor allem auch antialkoholischen Getränke.

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