Sonntag, 08.12.2019


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Umbauzeidler und Straßenumbau (31.03.-24.10.08)
Pressebericht der Tageszeitung "Der Bote" (18.11.06)
Skepsis gegenüber geplantem Torbogen

Erster Vorentwurf für Hauptstraßen-Umgestaltung in Feucht beim AFG-Stammtisch vorgestellt

FEUCHT — Den ersten Vorentwurf für die Umgestaltung der Feuchter Hauptstraße stellten Städteplaner Jens Mayer-Eming und Bauamtsleiterin Annette Nürnberger beim Stammtisch des Arbeitskreises Feuchter Gewerbe (AFG) interessierten Geschäftsleuten vor.

Nürnberger machte im Vorfeld deutlich, dass es sich hier um einen Vorentwurf handelt und es nun das Anliegen der Verwaltung sei, im Dialog mit den Betroffenen diesen Entwurf zu diskutieren und Vorschläge, Kritik und Anregungen aufzunehmen. "Wir nehmen alles, was kommt, ernst", versprach die Bauamtsleiterin. Je nach Sinn und Machbarkeit werden diese Anregungen in dem zweiten Entwurf, der im Frühjahr vorliegen soll, umgesetzt.Die Gesamtoptik der Neuen Mitte fand ein durchweg positives Echo bei den zahlreich versammelten Gewerbetreibenden. Auf Nachfrage gingen die Planer auch ins Detail. So berichtete Mayer-Eming, dass die geplante Baum-Allee, beginnend nach der Raiffeisenkreuzung bis zur Zeidler-Apotheke, aus Stadtbirnen bestehen soll. Über diese Baumart kann man sich bereits jetzt ein Bild machen, da sie bereits um die Raiffeisenkreuzung herum steht und auf Grund ihrer Größe keinesfalls den Einblick auf die Häuserfassaden und die Geschäfte dahinter verstellt.

Christine Schilling-Kouba wies auf die fehlenden Behindertenparkplätze hin, was der Planer dankend aufnahm. Diese werden im Folgeentwurf berücksichtigt werden. Angedacht dafür seien, neben den zwei Behindertenparkplätzen auf dem neuen Parkdeck hinter dem jetzigen Plus-Supermarkt, ein weiterer im Bereich der Pfinzingstraße und vor der Zeidler-Apotheke.

Die Gewerbetreibenden begrüßten es, dass im neuen Konzept nicht nur auf den Fußgänger mit deutlich verbreiterten und schöner gestalteten Gehwegen eingegangen werde, sondern auch die vorhandenen Parkplätze für die Kunden in voller Anzahl wie bisher erhalten bleiben. Dazu werden vor dem Schlecker-Markt und Optik Anderla neue Parkbuchten geschaffen. Alle Parkplätze sind, wie bisher auch in der Hauptstraße, Längsparkplätze. Die einzige Änderung von Quer- zu Längsparkplätzen gibt es in der Pfinzingstraße,was aber die anwesenden AFG-Mitglieder als gestalterisch absolut sinnvoll und gelungen bezeichneten.

Kritik an Einbahnregelung

Einziger längerer Diskussionspunkt war die Neuregelung der Einbahnstraße aus der Pfinzingstraße heraus auf die Hauptstraße. Wie berichtet, soll in Zukunft die Einfahrt nicht mehr zwischen Textilhaus Dörr und Schreibwaren Rank möglich sein, sondern nur noch durch die Brauhausgasse, über den Reichswaldhallen-Parkplatz auf die Pfinzingstraße. Gela Braun, Walter Waiblinger und Christine Schilling-Kouba sahen in dieser Neuregelung eine Anfahrtsbenachteiligung zur jetzigen Situation. Auch viele andere Gewerbetreibende unterstützten deren Bitte, eine andere Lösung für den zweiten Vorentwurf zu finden. Wie auch unter den Marktgemeinderäten herrschte eine deutliche Skepsis gegenüber dem geplanten Torbogen vor der Pfinzingstraße. "Es ist doch kontraproduktiv, wenn man auf der einen Seite versucht, gerade die Pfinzingstraße durch die Entfernung des Hochbeetes optisch wahrnehmbar in die Neue Mitte zu platzieren und anderseits durch einen Torbogen wieder die Pfinzingstraße von der Neuen Mitte abgrenzt", meinte Joachim Pricken. "Ein Tor hat immer im Unterbewusstsein die Funktion auch einer Grenze. Es wäre sinnvoll, einen Entwurf in 3 D über diesen Torbogen zu sehen, um dann die Diskussion weiter zu führen." Michael Zuber meinte, dass im Entwurf der Arbeitsgruppe Städtebau und Verkehr dieser Torbogen in der Tat als Abgrenzung gedacht war, aber am Ende der Pfinzingstraße bei der Ein- und Ausfahrt Reichswaldhallen-Parkplatz und eben nicht gleich vorne vor dem Herrenfriseur Haargenau.

AFG-Vorsitzender Alexander Hommel bedankte sich am Ende der Diskussion bei dem Planer und der Bauamtsleiterin für die Bereitschaft, die Anregungen einfließen zu lassen. Er nahm gleich den angebotenen Vorschlag an, auch den Folge-Entwurf auf einem AFG-Stammtisch zu diskutieren. Hommel machte noch mal deutlich, dass die Offenheit und die Bereitschaft der Rathaus-Verantwortlichen, miteinander an ein solches Unterfangen heranzugehen, nicht selbstverständlich ist. Wirklich jeder habe die Chance, nicht nur seine Meinung abzugeben, sondern auch aktiv an allen weiteren Veränderungen mitzuarbeiten. Als nächster Schritt wird der Vorentwurf am 15. Dezember interessierten Feuchtern bei einem Informationsabend in der Reichswaldhalle gezeigt.

Martina Rüsing
Der Bote
18.11.2006

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