Sonntag, 08.12.2019


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Feuchter Jugendtag 2009 (09.05.09)
Nachbericht der Tageszeitung "Der Bote" (11.05.09)
Basteln für die Kleinen, Kickern für die Großen

FEUCHT – Beim Bogenschießen ins Schwarze treffen, am Kletterturm luftige Höhen erklimmen oder sich beim Schminken in die Rolle so manches Tiers und Fabelwesens verwandeln: Kaum ein Wunsch der jungen Besucher blieb am dritten Feuchter Jugendtag unerfüllt. Je nach Interesse und Vorlieben konnten Kinder und Jugendliche am Samstag auf dem Gelände der Bogenschützen wieder zahlreiche Aktivitäten ausprobieren. Das Spektakel veranstaltet hatten die Feuchter Vereine.

Rund 1000 Besucher tummelten sich zwischen den einzelnen Stationen auf dem Bogencamp. Vor allem Familien waren unterwegs, die meisten von ihnen schon Stammgäste des Jugendtages. Anders als in den zwei Jahren zuvor, ließen sich heuer aber auch viele Jugendliche das bunte Treiben nicht entgehen. Denn neben den altbewährten Attraktionen für die Kleinen gab es dieses Jahr gerade für Teenies allerhand zum Ausprobieren. "Diese Mischung aus Jugendlichen, Kindern und ihren Familien ist genau das, was wir uns gewünscht haben. Schließlich soll der Jugendtag allen Altersgruppen Spaß machen", stellte Klaus Schwarz, der erste Vorsitzende der Bogenschützen, zufrieden fest.

Und zu entdecken gab es einiges. Wer an der großen Verlosung teilnehmen wollte, musste an den einzelnen Stationen Stempel sammeln. Das ließen sich die jungen Besucher nicht zweimal sagen und stürmten die Stände. Los ging es in der Hüpfburg, die von der Sparkasse Nürnberg zur Verfügung gestellt wurde. Hier konnten sich die Kinder nach Herzenslust austoben. Wer springt am höchsten? Gar nicht so einfach, da das Gleichgewicht zu halten.

Nebenan war im Pavillon des Obst- und Gartenbauvereins Feucht Kreativität gefragt. Mit Hilfe von Anita Köstler, die einen Laden für Handwerkskunst betreibt, wurden bunte Blumen aus Filz gebastelt. Ob Rosen, Tulpen oder Lilien: Die Kinder wählten nicht nur die Farben sondern auch die Form ihrer Filzblüte aus. Schon nach fünf Minuten waren die kleinen Kunstwerke fertig und durften als Muttertagsgeschenk mit nach Hause genommen werden. Bärbel Schwarz, die erste Vorsitzende des Gartenbauvereins, lobte die jungen Bastler und wies ihre Großeltern auf den Informationsabend Gärtnern für Senioren am Dienstag, 19. Mai, im Feuchter Sparkassensaal hin.

Ein paar Schritte weiter stand das Glücksrad der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht. Jeder, der daran drehte, gewann einen Preis. So wurden Stofftiere, Taschen, Uhren und vieles mehr an die jungen Besucher verteilt. Beim Gummistiefel-Weitwurf galt es dann, die ungewöhnlichen Geschosse so weit wie möglich zu schleudern. "Zieh, zieh, zieh!" hallte es von der Station der Bogenschützen. Mit ein wenig Unterstützung der Vereinsmitglieder gelang es den Kindern und Jugendlichen, den Bogen bis zum Anschlag zu spannen. Schon schnellte der Pfeil auf eine der großen Zielscheiben. Eine ruhige Hand war auch am Stand der Zeidlerschützen Feucht gefragt. Wie echte Biathleten versuchten die Besucher mit Lasergewehren auf elektrische Ziele zu schießen. Bei jedem Treffer leuchtete das Feld grün auf. "Mit den Lasergewehren kann niemand verletzt werden", erklärte Thomas Engelhardt von den Zeidlerschützen. "Und so haben auch Anfänger die Möglichkeit, ihr Geschick zu testen."

Die Jugendfeuerwehr Feucht ließ die Kinder und Jugendlichen zum Wasserschlauch greifen. Es galt, den Strahl lange genug auf ein Ziel zu richten. "Also Vorsicht, es könnte nass werden", schmunzelte der Vorsitzende Bernhard Nöth. Außerdem mussten die Besucher einen gefüllten Leinenbeutel mit dem richtigen Schwung zwischen zwei Hütchen bugsieren.

Am Infostand der Tauchschule Bavarian Divers bestaunten die Kinder einen Neoprenanzug mit Ausrüstung. Welches Equipment ein Taucher so alles braucht, erklärte Jens Hoffmann den Besuchern. Am Stand des Jugendzentrums (JuZ) wurde zu Musik vom Mischpult gekickert und gepokert. "Alles das, was Jugendlichen eben gefällt", erklärte Betreuerin Nicole Müller. Außerdem standen Zirkusutensilien bereit. Bälle, Stäbe, Keulen und das Diabolo, eine Spule welche mit einem Seil aufgefangen werden muss, stellten die Geschicklichkeit der Besucher auf die Probe.

Die Mitglieder der Falken schminkten die Kinder zu Tieren oder Fabelwesen. Kerstin Walther, die erste Vorsitzende, staunte über so manche Verwandlung der Kleinen in einen Schmetterling oder eine Blumenfee. Abschließend ging es steil nach oben. Am zehn Meter hohen Kletterturm des Alpenvereins kraxelten die Kinder und Jugendlichen. Gesichert wurden sie von erfahrenen Kletterern. Immer wieder hörte Wolfgang Stolzenberg vom Alpenverein das Läuten der Glocke ganz oben am Turm als Zeichen, dass einer der jungen Besucher die ganze Strecke geschafft hatte.

Mit dem Erfolg des diesjährigen Jugendtages war Klaus Schwarz von den Bogenschützen rundherum zufrieden. Vor drei Jahren hatte er zusammen mit Wolfgang Stolzenberg vom Alpenverein und Alexander Hommel, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Feuchter Gewerbe (AFG), die Veranstaltung ins Leben gerufen. Seither wächst sie stetig von Jahr zu Jahr. "Schon jetzt haben sich für das nächste Mal weitere Vereine angekündigt", so Schwarz. Um welche es dabei handelt, wollte er aber noch nicht verraten. "Beim Jugendtag geht es den teilnehmenden Vereinen nicht darum, Geld zu verdienen", erklärte Schwarz weiter. Vielmehr versuche man, durch die Einnahmen die Kosten für das Spektakel zu decken. Die über 50 Helfer waren ehrenamtlich im Einsatz. Essen und alkoholfreie Getränke gab es zum familienfreundlichen Preis von jeweils einem Euro. "Eben darum sind wir für die Unterstützung unserer Sponsoren so dankbar." Der AFG, die Arbeitsbühnenvermietung Waget, Adrian Spiele, die Tauchschule Bavarian Divers, die Nürnberger Sparkasse, die Raiffeisenbank Altdorf-Feucht und die Feuchter Gemeindewerke (FGW) hatten die Preise für die Verlosung gestellt.

Die Idee hinter dem Jugendtag ist es, Kinder und Jugendliche für die Angebote der Vereine in der Umgebung zu begeistern. Bei den vergangenen beiden Jugendtagen hat das schon prima geklappt, wie Klaus Schwarz betonte. Gerade in den Wochen nach dem Spektakel würden dann vermehrt Einsteigerkurse in den verschiedenen Vereinen angeboten. So sei es bereits in den letzten beiden Jahren gelungen, den Altersschnitt der Mitglieder deutlich zu verjüngen. Wer also überlegt, ob er einem Verein beitreten soll, hat besonders in nächster Zeit die Möglichkeit zusammen mit anderen Anfängern einmal hineinzuschnuppern.


Fiona Pröll
Der Bote
11. Mai 2009

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