Sonntag, 08.12.2019


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Der zweite Zeidlermarkt (13.05.12)
Pressebericht der Tageszeitung "Der Bote" (14.05.12)
Handwerk, Historie und Verhaftung

FEUCHT – Nicht nur die Mütter kamen gestern beim 2. Zeidlermarkt auf ihre Kosten. Besucher aller Altersgruppen lockte das mittelalterliche Fest ins Feuchter Zentrum.


Der Arbeitskreis Feuchter Gewerbe (AFG) als Veranstalter hatte wieder ein Bündnis mit dem Wettergott geschlossen. Und so ließen sich einige schon vor der offiziellen Eröffnung Essen und Getränke schmecken.

Es gab vier gastronomische Stationen mehr als im Vorjahr. Dennoch war etwas Geduld nötig, vor allem an der Bratwurstbude oder vor der Eisdiele bildeten sich Schlangen. Gegen 15 Uhr waren dann alle Tische belegt. Traditionelle Handwerkskunst war an etlichen Ständen zu sehen und teilweise auszuprobieren: zum Beispiel Holzschnitzereien, Teppichweberei, Steinarbeiten, Töpfern, Spinnen und Glaskunst.

Daneben gab es auch aktuelle Informationen. Der Bund Naturschutz präsentierte seine Ausstellung „Kompost statt Torf“ und lud Kinder zu einem Quiz ein. Der Ortsmarketingbeirat verteilte Flyer zum Markt Feucht und stellte seine Arbeit vor. Letztlich ist der Zeidlermarkt ein Ergebnis seiner Aktivitäten.

Das Zeidel-Museum lud zu Führungen in sein Museum und am Lehrbienenstand ein. Die ehrenamtliche Gästeführerin Daniela Semann weihte dieses Mal im Kostüm einer Lebküchnerin in die Historie der Zeidlergemeinde ein.

Seltene Filmaufnahmen

Historische Filmaufnahmen wurden mehrmals in der Reichswaldhalle vorgeführt. Trotz des sonnigen Wetters ließen sich bis zu 200 Besucher diese seltenen Einblicke nicht entgegen. Martin Schieber, der die neue Feuchter Chronik maßgeblich mitgestaltet hatte,hielt einen Vortrag über die Feuchter Geschichte. In der Reichswaldhalle waren außerdem Werke des Themenkunstvereins und kleiner Nachwuchskünstler aus den örtlichen Kindertagesstätten zu sehen.

Hauptorganisator Alexander Hommel, 1. AFG-Vorsitzender, und 1. Bürgermeister Konrad Rupprecht hatten den Zeidlermarkt in passenden Kostümen vor der Reichswaldhalle eröffnet. Beide zeigten sich schon da optimistisch, dass die zweite Auflage wieder ein Erfolg werden würde – und hatten Recht. Mit dem Muttertag scheint man einen idealen Termin gefunden zu haben. Zumeist im Familientross waren die Besucher unterwegs. Dass Schmuckstände und Bekleidungsgeschäfte ein beliebter Anlaufpunkt waren, versteht sich an einem solchen Tag von selbst.

Rupprecht war an einem der Höhepunkte im Programm ungewollt beteiligt. Die Landsknechte der Wallensteiner verhafteten ihn, unter anderem weil er zu viele Schilder aufhängen ließ. Er durfte gerade noch sein Bier austrinken, ehe er abgeführt wurde. Ein Fürsprecher fand sich zunächst nicht. Daher wurde der Bürgermeister ins Lager abgeführt, wo er zur Strafe Kochgeschirr reinigten musste. Der Hinweis, dass auch die Latrinen noch nicht sauber, hatte für das Gemeindeoberhaupt zum Glück keine weiteren Konsequenzen.

Wie im Vorjahr sorgte der Fränkische Ritterhaufen mit einem Schaukampf für den Abschluss des Zeidlermarktes. Auch nach 18 Uhr verfolgten rund 250 Zuschauer die Schwert-Gefechte und Stunt-Einlagen auf der Hauptstraße.

Der Zeidlermarkt fand in Verbindung mit einem verkaufsoffenen Sonntag statt. Und das lohnte sich für die örtlichen Geschäfte, in denen sich viele umsahen und oft die Rabatte an diesem Tag für Einkäufe nutzten. Und damit hat sich das Engagement der AFG-Mitglieder ausgezahlt. Denn sie ermöglichten mit ihrer Umlage erst dieses Fest, wie Hommel bei seiner Rede erwähnte.

Das Thema Zeidler und Honig könnte im kommenden Jahr noch weiter ausgebaut werden. Eine bunte Mischung mit vielen Anziehungspunkten bot die zweite Auflage – und das honorierten die Besucher in Massen. Darunter waren auch stellvertretender Landrat Norbert Reh und FDP-Bundestagsabgeordnete Marina Schuster.

Text: Martina Rüsing, Der Bote

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