Samstag, 26.09.2020


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3. Feuchter Zeidlermarkt (05.05.13)
Pressebericht der Wochenzeitung "Markt am Sonntag" (03.05.13)
Das Mittelalter zieht in die Zeidlergemeinde ein

Seinen historischen Ursprung, den Feucht vor allem seiner Bedeutung als Zentrum der Imkerei verdankt, feiert der Ort bereits zum dritten Mal am Sonntag, 5. Mai, ab 12.30 Uhr mit einem mittelalterlichen Spektakel: dem Zeidlermarkt. Das Zeidlerwesen war der Grundpfeiler des mittelalterlichen Marktes Feucht. Die Imker sammelten die goldene Flüssigkeit, die für die Herstellung der Nürnberger Lebkuchen unerlässlich war. Auf diese Bedeutung sind die Feuchter stolz - und wollen möglichst viele an ihrer reichen Geschichte teilhaben lassen. Der Arbeitskreis Feuchter Gewerbe (AFG) organisiert deshalb bereits zum dritten Mal den Zeidlermarkt, der im vergangenen Jahr fast 10.000 Besucher in den Ort zog.

An diesem Tag dreht sich aber nicht nur alles um den Honig und seine Herstellung. Händler in mittelalterlicher Tracht zeigen ihre Waren, die Geschäfte im Ortskern haben an diesem Sonntag geöffnet. Teppichweber, Besenmacher, Drechsler, Spinner und viele andere Handwerker zeigen ihr Können. Los geht es um 12.30 Uhr mit den Böllerschüssen an der Reichswaldhalle und einem mittelalterlichen Umzug. Danach haben vor allem die Besucher die Möglichkeit, tiefer in die Historie des Ortes einzutauchen. Martin Schieber vom Nürnberger Verein "Geschichte für alle" bringt den Zuhörern das Feuchter Zeidlerwesen näher.

In der Reichswaldhalle läuft auf einer Leinwand außerdem eine wahre Rarität: Ein Schwarzweiß-Film über die Zeidler-Festspiele aus dem Jahr 1950. Das alte Schätzchen wurde in Wiesbaden entdeckt und für das diesjährige Event neu vertont. Außerdem zeigen die Veranstalter einen Dokumentationsfilm, der bereits zum Klassiker avanciert ist: "Feucht und der südliche Reichswald 1519 - 1995" von Willibald Memmel, in einer neu geschnitten Fassung. Alle Vorführungen sind kostenlos. Im Foyer der Reichswaldhalle stellen die Kindergärten und der Themenkunstverein Bilder aus.

Das Zeidlermuseum bietet zudem unentgeltlich Führungen durch die Ausstellung. Daniela Semann, verkleidet als Patrizierin, wird den Gästen zeigen, wo der Honig hängt. Die Kleinen erwartet eine Märchenburg, in der ein Burgfräulein so manche magische Mär erzählt. Außerdem sorgen Gaukler und Magier für zauberhafte Belustigung.

Prominente Geiseln

Zur Unterhaltung der Massen wird auch heuer wieder ein Feuchter Lokalpromi entführt und ein wenig gequält. Im vergangenen Jahr war das Bürgermeister Konrad Rupprecht. Seine Häscher kidnappten ihn während des Mittagessens und stellten ihn an den Pranger. Als Höhepunkt musste der Rathauschef auch noch Suppe kochen, bevor ihn endlich jemand erlöste und freikaufte.

Für noch mehr mittelalterliches Flair sorgen die Lagerstätten der Böllerschützen aus Moosbach, der Neumarkter Mittelalterfreunde, eine Abordnung der Wallensteiner und des fränkischen Ritterhaufens. Sie stellen ihre Zelte im Ort auf und werden den Besuchern das Lagerleben näher bringen. Zum Ende wird es nochmal blutrünstig: Den Abschluss bildet um 18 Uhr der Abschlusskampf des fränkischen Ritterhaufens. "Ich will, dass den Leuten die Augen rausfallen", sagt AFG-Vorsitzender Alexander Hommel und Initiator des Zeidlermarkts über die Erwartungen an die Veranstaltung. Bei den vielen Attraktionen könnte das gut möglich sein.

Die Hauptstraße ist an diesem Tag ab 7 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. Besucher werden gebeten, möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Parkdecks sind geöffnet.

Text: Kai Myriam Kappes, Markt am Sonntag

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