Sonntag, 16.12.2018


Vereinshistorie und Galerie

Galerie > Feuchter Familienfest > Pressebericht
Feuchter Familienfest (22.09.18)
Pressebericht des Boten (24.09.18)
"Feuchter Traum"
Familienfest lockt mit Brücken, Bier und Hebebühnen

FEUCHT – Die Organisatoren des neuen Familienfests sind zufrieden. "Unterm Strich war es definitiv ein Erfolg", sagt Alexander Hommel, der Ehrenvorsitzende des Arbeitskreises Feuchter Gewerbe (AFG).

Das neue Konzept des Familienfests teilte das Areal um die Hauptstraße in vier Themenparks: Geschichte, Sport und Gesundheit, Kunst und Kultur sowie den Handwerkerhof. Diese Idee habe funktioniert, meint Hommel und spricht von rund 2500 Besuchern, die am Samstag im Feuchter Ortskern unterwegs waren. "Es ging später los als gedacht, aber am Nachmittag war es richtig voll." In allen Bereichen versuchten die Aussteller ihre Gäste zu animieren: zu einer Runde Spinning, zu Gewinnspielen oder zu einem Wettbewerb im Bettbeziehen.

Im so genannten Handwerkerhof demonstriert die Hopferei Hertrich beispielsweise das Bierbrauen vor Publikum. Zumindest das Maischen, Läutern und Kochen. "Das Gären und Abfüllen passiert dann zu Hause. Solange kann ich hier nicht stehen bleiben", erklärt Ralph Hertrich, an dessen Stand zwei große Kupfertöpfe stehen. Einer ist gefüllt mit kochend heißem Wasser. Ein Schlauch führt den Dampf hinüber in den zweiten Kessel. Dort brodelt die Maische: eine braune Brühe mit Bröckelchen. "Hier wird der Zucker aus der Gerste gelöst. Damit später auch Spaß ins Bier kommt", sagt Hertrich schmunzelnd. Beim Läutern trennt er Festes und Flüssiges und kocht die Würze mit Hopfen rund 60 bis 75 Minuten. Danach darf das Bier gären. Hertrichs Anlage steht normalerweise bei ihm zu Hause, daran erprobt er neue Rezepturen. Heute köchelt er einen "Feuchter Traum": So soll das neue Rotbier heißen. Vorausgesetzt, der Versuchssud gelingt.

Nur ein paar Meter entfernt schichtet Reinhard Bauer einen Haufen Rundhölzer. Für das Familienfest setzt er eine Brücke nach dem Vorbild Leonardo da Vincis zusammen. Diese Brücke besteht aus 15 Balken und benötigt weder Dübel, Schrauben, Nägel noch Seile. Die Brücke fasst eine Spannweite von sechs Metern und trägt ohne jedes Hilfsmittel. "Früher hatten römische Soldaten solche Brücken auf Ochsenkarren dabei, um schnell Flüsse zu überwinden", erklärt Bauer, der die Zimmerei Gebhard längst an seinen Sohn weitergegeben hat. In seiner Freizeit hat der Rentner nun für das Familienfest ein wenig getüftelt und die Holzbalken entsprechend eingekerbt und präpariert. Die Pavel Sandorf Bigband spielt auf der Bühne vor der Buchhandlung Kuhn.

Text: Christian Geist, Der Bote (Ausgabe vom 24.09.2018)


Der Bericht als PDF:
[https://www.afgfeucht.de/files/gallery/180922_familienfest_bote_2018_09_24_S2.pdf]

Durch die Nutzung dieser Homepage stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu [MEHR ZUM DATENSCHUTZ]
Alle Inhalte ©2005-2018 by Arbeitskreis Feuchter Gewerbe e.V. , 90537 Feucht
Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung